In Köln zum deutschen Meister in der Kategorie "onStage" gekürt und damit qualifiziert für die Weltmeisterschaft 2026 in Südkorea, reisten die vier 9-Klässler vom Athe zum Ende des Schuljahres nach Incheon und trafen dort auf die besten Teams aus 40 Ländern, um in den vier Junior-Ligen (Soccer, Rescue-Line, Mace und OnStage) die Weltmeister zu ermitteln.
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| Kersten Dede, Julia Jantke, Ole Gehrmann, Lajos Madrian, Tim Kehr, Thomas Allion | Team "atheAmadeus - Jahrgang 9 vom Athenaeum |
RoboCup, der weltweit größte Wettbewerb für intelligente Roboter. Bei den nationalen und internationalen Wettbewerben zeigen Schüler und Studenten, was technisch machbar ist. Teams aus über 50 Ländern bringen jedes Jahr ihre neuesten Entwicklungen mit. Robotik, künstliche Intelligenz, Informatik, Elektrotechnik und Maschinenbau werden in gemeinsamen Projekten umgesetzt.
In der Kategorie OnStage nahmen 25 Teams aus 20 Ländern an der WM teil. Mit der Siegerehrung stand fest, kein Platz auf dem Treppchen für unser Team. Eine detaillierte Auswertung sollte nach zwei bis drei Wochen erfolgen, auf diese warten wir immer noch.
Bei "OnStage" müssen die Teams kreative und autonome Roboter entwerfen, bauen und programmieren mit dem Ziel, eine Live-Roboterperformance zu schaffen, die eine Vielzahl von Technologien nutzt, um ein Publikum zu begeistern. Dabei müssen die Roboter während der gesamten Performance autonom agieren, eine Ansteuerung durch die Teammitglieder ist nicht erlaubt.
Team "atheAmadeus" ist zum zweiten Mal beim "onStage"-Wettbewerb dabei. Für die aktuelle Saison wurde eine Falco-Show entwickelt, denn das Ziel war eigentlich die Qualifikation für die RoboCup-EM in Wien. Drei Roboter wurden gebaut und so programmiert, dass sie selbständig ihre Aufgaben absolvieren und mit den anderen Robotern und den Schülern interagieren.
Alle Teams wurden in folgenden Bereichen bewertet: ein Technical Description Poster (TDP), Technical Demonstration Video, Technical Interview und die OnStage-Performance. Das Poster und das Video mussten bereits eine Woche vor dem Wettbewerb hochgeladen werden.
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| Technical Description Poster (TDP) | Technical Demonstration Video |
In den Monaten vor der WM traf sich das Team fast täglich in den Räumen der Robotik-AG des Athenaeums. Der große Roboter "Falco" und das Bühnenbild wurden komplett neu gebaut, der Räuber und der Kommissar bekamen jeweils nur einen neuen Rahmen. Alles musste möglichst kompakt und leicht sein, um im Transportkoffer den Flug nach Südkorea zu überstehen.
Während des Wettbewerbs musste sich das Team selbst organisieren. In der Teamzone wurde gebaut und programmiert. Es gab zwei Übungsbühnen die man buchen konnte, um die Abläufe der Performance und das technischen Interview zu üben. Die erste Performance war gar nicht gut. Ursache waren aber auch die technischen Probleme des Veranstalters. Das technische Interview verlief erfolgreich, das Team "atheAmadeus" konnte alle Features gut demonstrieren und erläutern. Auch die zweite Performance gelang und kam beim Publikum sehr gut an (Falco tanzte in Südkorea!).
Besonders wertvoll war auch das internationale Umfeld. Die Jugendlichen lernten Teams aus verschiedenen Ländern kennen und erhielten Einblicke in unterschiedliche technische Lösungsansätze. Ein Highlight war die Zusammenarbeit mit einem japanischem und einem australischem Team beim Superteam-Wettbewerb. Gemeinsam mussten die Teams eine Show planen und umsetzen, bei der die besonderen Features der jeweiligen Teams genutzt wurden.
Auch das Kennenlernen der südkoreanischen Kultur in Incheon und Seoul waren wichtige Erfahrungen. Die Teilnahme an der RoboCupJunior-WM war daher auch persönlich besonders bereichernd, da wir während der WM das Land, die Menschen und die Geschichte des Landes erleben konnten.
Ein herzliches Dankeschön an unsere Sponsoren, ohne die diese Teilnahme nicht möglich gewesen wäre!
Reisebericht:
Freitag (26. Juni) - Start des Abenteuers Südkorea
Ab 06:30 Uhr sammelte der Taxi-Bus uns in Stade ein und lieferte uns super pünktlich in HH am Flughafen ab.
Der Check-Inn und die Aufgabe des großen Transportkoffers als Sperrgepäck verliefen auch problemlos, so dass wir noch Zeit für ein Frühstück hatten.
Nach wenigen Stunden waren wir bereits in Istanbul. Der Anflug über den Bosperus war schon beeindruckend.
Der Airport in Istanbul ist riesig, aber problemlos startete der Flieger mit uns nach Südkorea ins Abenteuer.
Samstag (27. Juni) - Ankunft in Incheon
Wir mussten uns erstmal orientieren, Geld wechseln, Travel-Cards kaufen und aufladen. Es hat etwas gedauert, bis wir die Metro ins Zentrum nutzen konnten. Am Hotel wurde unser Gepäck unter einem Netz "versteckt" und wir haben bis zum Zimmer-Check-Inn einen ersten Ausflug in die koreanische Welt gewagt.
Bupyeong ist der östlicher Hauptbezirk von Incheon an der Grenze zu Seoul. Bekannt für riesige Märkte, ein gigantisches unterirdisches Einkaufszentrum und eine extrem dichte Wohnbevölkerung mit direkter Anbindung an Seoul.
Beim gemeinsamen Abendessen im typischen Restaurant tief unter Incheon konnten wir erste Spezialitäten kosten und die Erfahrung gewinnen: Wer nicht mit Stäbchen kann, bleibt hungrig.
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| Beschriftung. | Unser Hotel im Zentrum von Bupyeong. | Blick vom Hotel auf das abendliche Bupyeong . |
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| Beschriftung. | Beschriftung. | Beschriftung. |
Sonntag (28. Juni) - Erster Besuch in SongDo
SongDo liegt im modernen Hightech-Zentrum von Incheon. Es ist eine aus dem Meer gestampfte "Smart City" mit gläsernen Wolkenkratzern, ausländischen Universitäten und dem Kongresszentrum mitten im Park von SongDo.
Ein Besuch im Park, inklusive einer Bootsfahrt durch den Park, die Aussicht vom G-Tower auf SongDo und ein erster Besuch des Kongresszentrums, wo die Wettbewerbe stattfinden, haben uns stark beeindruckt.
Nach unserer Rückkehr mit der Metro gönnten wir uns in Bupyeong ein Abendessen bei einer internationalen Burgerkette direkt neben unserem Hotel.
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| Beschriftung. | Beschriftung. | Beschriftung. |
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| Beschriftung. | Beschriftung. | Beschriftung. |
Montag (29. Juni) - 1. Ausflug nach Seoul
Dieser Tag wurde vom Team geplant. Was muss man machen, wenn man einen Tag zu Besuch in Seoul ist: Königspalast, Gangnam-Viertel, Fernsehturm, ….
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| Der Gyeongbokgung-Palast in Seoul wurde im Jahr 1395 erbaut. | Die königlichen Wachen am Haupttor. | Pavillon im hinteren Gartenbereich. |
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| Strassenhändler verkauft selbstgestaltete Fächer. | Das Gangnam-Viertel. | Abkühlung am Cheonggyecheon-Fluss. |
Dienstag (30. Juni) - Ausflug nach Chinatown
Der Bezirk Jung (Zentralbezirk), das historische Herz und das Tor zur Welt von Korea. Hier befinden sich der historische Hafen, über den sich Korea ab 1883 für die Welt öffnete, das berühmte Chinatown und die historische Altstadt.
Nach nur wenigen Stationen vom Hotel mit der Metro waren wir im alten Zentrum von Incheon. Das bekannte Einkaufszentrum Simpo war noch nicht ganz wach, deshalb ging es für uns weiter in Richtung China-Town. Im Park über China-Town haben wir erstmals die Mono-Rail-Bahn gesehen. Das mussten wir erleben. Die Bahn fährt am Hafen, am Freizeitpark und ehemaligen Kasernengeländen entlang. Die koreanischen Erklärungen durch die Reiseleiterin haben wir mit unseren Handis live ins deutsche übersetzt, was zu erstaunten Bemerkungen der Koreanerin führte: "Wir haben heute Gäste aus Deutschland. Die hören meine Erläuterungen auf deutsch, und das funktioniert sogar." Danke an unsere Pixels.
In Chinatown gönnten wir uns einen Besuch beim Restaurant mit den besten Teigtaschen vor Ort.
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| Bronzefigur des koreanischen Unabhängigkeitskämpfer Kim Gu im Hanbok (traditionelle koreanische Kleidung). | Der Sinpo-Markt. | Hier gibt es alles. Gemüse, Fisch, ... Auch frisches Essen wird direkt zubereitet. |
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| Kurz vor Chinatown befindet sich im Jayu-Parks eine Statue von General MacArthur. | Monorail - Wolmi Sea Train. | Chinatown - Eingangstor. |
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| Beschriftung. | Monorail - Wolmi Sea Train. | Erfrischung aus frisch gepresstem Zuckerrohr. |
Mittwoch (1. Juli) - RoboCup-Junior - Setup-Day
Wie jeden Morgen genossen wir unser koreanisches Frühstück im Hotel und fuhren mit der Metro (40 Minuten) nach SongDo.
Nach der Anmeldung bezog das Team den zugewiesenen Bereich in der Teamzone und begann mit den Vorbereitungen. Für die Betreuer gab es leider keine geplanten Bereiche, "haltet euch irgendwo im offenen Bereich oder auf den Fluren bei den Zuschauern auf" hieß es von den Offiziellen.
Kersten und ich haben vor der Bühne einen alleinstehenden Tisch okkupiert und diesen zur deutschen Betreuerzone erklärt.
Nach mehreren Eröffnungszeremonien ging es in den verschiedenen Bereichen der Junior-Wettbewerbe endlich los mit den Wettkämpfen. Für unser Team war an diesem Tag neben der Vorbereitung der Roboter die Bekanntgabe der Superteams wichtig.
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| Auf dem Weg ins Kongresszentrum. | Eröffnungszeremonie. |
Donnerstag (2. Juli) - 1. Wettkampftag
- 1. Performence
- Technisches Interview
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| Vorbereitung auf das "Technical Interview". Betreuer verboten! | Mittagessen in einem koreanischen Restaurant. | Erstes Treffen des Superteams. |
Freitag (3. Juli) - 2. Wettkampftag
- mehrere Proben
- technische Probleme
- Junior Party
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| Probe auf einer der Übungsbühnen. | Lajos und Kersten helfen den Technikern. | Junior-Party am Abend mit Büffet und Musik. |
Samstag (4. Juli) - 3. Wettkampftag
- 2. Performence
- Superteam-Proben
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| Die zweite Performance am Samstag ... | ... wurde auch von vielen Besuchern gesehen. |
Sonntag (5. Juli) - 4. Wettkampftag
- Superteam-Wettbewerb
- Siegerehrung
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| Superteam-Performance. | Die Teams aus Japan, Australien und Stade. | Alle 25 der "OnStage"- Teams. |
Montag (6. Juli) - 2. Ausflug nach Seoul
Nach dem Auschecken im Hotel ging es mit den Koffern per Metro erneut nach Seoul. Das Gepäck verblieb dort im Bahnhof in der ersten gefunden Gepäckaufbewahrung irgendwo in der 3. oder 4. unteren Etage.
Unser Ziel war heute der Lotte-Tower, mit 555 m das sechsthöchste Gebäude der Welt. Von oben hatten wir einen fantastischen Blick auf Seoul, in dem fast 10 Millionen Menschen leben.
Die Abreise wurde doch noch stressig. Wir waren im Hauptbahnhof von Seoul nicht in der Lage den Bahnsteig für den Schnellzug zum Airport Incheon zu finden. Dieser befindet sich in der 7. Ebene unter dem Bahnhof, ist aber nur über die oberste Etage zu erreichen. Also ging es mit dem Standard-Zug zum Airport und wir mussten alle noch verbliebenen Wong-Geldscheine investieren.
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| Lotte-Tower. | Mit 555 Metern das sechsthöchste Gebäude der Welt. | Blick auf den Olympiapark. | Für Ole. |
Dienstag (7. Juli) - Heimreise
Der Flug nach Istanbul startete gegen 23.30 Uhr und verging gefühlt schneller als bei der Anreise. Durch den Tag in Seoul waren alle erschöpft genug, um im Flugzeug schnell die Augen zu schließen.
Nach einem erneuten Zwischenstopp in Istanbul bewältigten wir den letzten Abschnitt der Reise nach Hamburg in einem völlig leeren Flieger. Kurz vor 11:00 Uhr waren wir mit vollständigem Gepäck wieder zu Hause.