Qualifikationsturnier des RoboCup 2026 in Hamburg-Harburg

Am 07. und 08. Februar nahmen 14 Schülerinnen und Schüler der Robotik-AG am Qualifikationsturnier des "RoboCup-Junior" an der TU in Hamburg-Harburg teil.
Zwei Teams in der Kategorie "Rescue Line", zwei Teams in der Kategorie "Rescue Line Entry" und ein Team in der Kategorie "onStage" haben sich in den letzten Wochen fast täglich auf diesen Wettbewerb vorbereitet.
Schließlich geht es um die begehrten Startplätze für die deutsche Meisterschaft Mitte März in Köln.

Der Wettbewerb in Harburg findet (leider) immer am Wochenende statt. Die Startgebühren (mit 36 Euro pro Teilnehmer sehr hoch) und die Fahrkosten wurden von den Familien der Teams getragen. Vielen Dank auch an die Eltern, die uns am Wochenende gefahren haben. Insgesamt war der Wettbewerb aber sehr gut von der TUHH organisiert.

Teamzone Am Sonntag hatten wir Besuch von einem Fernsehteam des Senders Sat1-regional-Hamburg. Im Video sieht man nach dem Interview von Herrn Haschke nur noch Teams vom Athe.
Von den 8 Plätzen für die DM in Köln gingen 2 nach Hamburg, 2 nach Bremen und 4 ans Athenaeum.

Ergebnisse des Qualifikationsturniers im Februar 2026 an der TUHH
(Für die deutsche Meisterschaft in Köln qualifizierte Teams sind rot markiert.)

Kategorie "Rescue Line Entry":
- atheAufRädern - Platz 4
- atheTBJ - Platz 6
Kategorie "Rescue Line":
- atheBots - Platz 1
- athePike - Platz 2
Kategorie "onStage":
- atheAmadeus - Platz 1

Rescue Line
In der Disziplin Rescue Line ist der Parcours mit einer schwarzen Linie markiert, die über mehrere auf- und absteigende Rampen führt. Hindernisse zwingen den Roboter den Parcours zu verlassen und wiederzufinden. Das Ende des Parcours führt in einen Raum, in dem mehrere Opfer (metallische und schwarze Kugeln) erkannt und geborgen werden müssen. Die gestellten Aufgaben orientieren sich an den Problemen, die auch von echten Such- und Bergungsrobotern gelöst werden müssen.

Beide Line-Teams entwickeln gerade neue Roboter mit RaspberryPi-Steuerung und Kamera-Erkennung, die jedoch für Harburg noch nicht wettbewerbstauglich waren. Also mussten die alten Roboter starten. Für die Plätze 1 und 2 hat es trotzdem gereicht. Bis Köln ist noch viel Arbeit notwendig.

Team atheBots: Claas und Janna Team athePike: Janus und Vincent

Rescue Line Entry
Die Einsteigerliga Rescue Line Entry richtet sich an Schülerinnen und Schüler bis zu einem Alter von 14 Jahren. Die Aufgaben und Regeln ähneln denen bei Rescue Line, sind aber an einigen Stellen vereinfacht, um auch jüngeren Schülerinnen und Schülern einen leichteren Einstieg in den RoboCup Junior zu ermöglichen.

Die beiden Entry-Teams bestanden aus Schülern des 7. Jahrgangs, die erst seit einem halben Jahr Mitglieder der AG sind. Sie hatten am Samstag mit mechanischen Problemen zu kämpfen. Ständig hörte man das Knacken, wenn sich mal wieder ein Zahnrad des Antriebs gelöst hatte. Dieses Probleme waren am Sonntag behoben. Jetzt konnten wir endlich die Fahrfehler analysieren und die Software anpassen. Im letzten Lauf lief es dann endlich besser. Jetzt kamen beide Teams sogar in die Rettungszone und konnten Opfer retten. atheTBJ rettete 2 Opfer, atheAufRädern sogar alle drei. Kein anderes Team in dieser Liga war dazu in der Lage. Als Belohnung gab es für beide Teams die höchsten Punktzahlen im letzten Lauf und einen großen Sprung nach vorne in der Platzierungstabelle.

Team atheAufRädern: Jacob und Ben Team atheTBJ: Ben, Joris und Tjorven

onStage
Anhand einer vom Team selbst entwickelten Choreographie sollen die Roboter eine Bühnenperformance aufführen. Teams erzählen mit ihren Robotern meistens eine ganze Geschichte nach und bringen auch sich selbst in ihr kleines Theaterstück mit ein oder lassen mehrere Roboter zu einer selbst zusammengestellten Musik tanzen. Eine mehrköpfige Expertenjury bewertet insbesondere die Komplexität der Roboter, deren Programmierung, die Originalität der Idee und die sichere technische Umsetzung. Außerdem müssen ein Plakat und ein Video zur Demonstration der technischen Features angefertigt werden.

Team atheAmadeus ist zum zweiten Mal beim onStage-Wettbewerb dabei. Sie wollen zur EM des RoboCup nach Wien und entwickelten deshalb ein Falco-Show. Diese Kategorie des RoboCup ist extrem aufwändig, weshalb es in Deutschland nicht viele angemeldete Teams gibt. Für die Falco-Performence wurden drei Roboter entwickelt, die selbständig ihre Aufgaben absolvieren und mit den anderen Robotern und den Schülern interagieren.
Den ersten Rückschlag gab es drei Tage vor dem Wettbewerb in Harburg. Falco sollte eigentlich Tanzbewegungen erkennen und diese nachtanzen. Das funktionierte noch nicht, also musste kurzfristig umgeplant und neu programmiert werden. Jetzt tanzte Falco vor und das Team tanzte nach.
Am Samstag fand die erste Performence statt, bei der noch nicht viel funktionierte. Dafür war die zweite Performence am Sonntag wirklich gut. Der Hörsaal in der Uni war voll, ein Scheitern kam nicht in Frage. Die Roboter haben funktioniert und das Team hat getanzt.
Bis Köln werden die Show, das Plakat und das Demonstrations-Video überarbeitet und das Team atheAmadeus kann hoffnungsvoll gegen die anderen Teams aus Deutschland antreten.

Team atheAmadeus: Lajos, Ole, Ole, Tim und Julia Video der 2. Performence am Sonntag